Fünf Jahre GGL: Bilanz der zentralen Aufsichtsbehörde im deutschen Online-Glücksspiel
Geschrieben von Riley Neumann · 24.9.2026

Fünf Jahre GGL: Bilanz der zentralen Aufsichtsbehörde im deutschen Online-Glücksspiel

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder blickt im September 2026 auf fünf Jahre seit ihrer Gründung zurück, wobei die Behörde seit 2021 besteht und erst ab 2023 vollständig operativ tätig wurde, und präsentiert dabei eine detaillierte Übersicht über ihre Aufsichts- und Durchsetzungsaktivitäten im laufenden Zeitraum bis Ende 2025.
Entwicklung und operative Struktur seit der Einrichtung
Gegründet als zentrale Instanz für die Regulierung des Online-Glücksspiels in Deutschland, übernimmt die GGL die Koordination zwischen den Bundesländern und konzentriert sich auf die Lizenzierung sowie die Überwachung von Anbietern, während parallel die Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags voranschreitet und bis Ende 2026 einen umfassenden Bewertungsbericht erfordert.
Lizenzierte Betreiber und überwachte Plattformen
Zum Jahresende 2025 beaufsichtigte die Behörde insgesamt 129 lizenzierte Betreiber und Vermittler, die zusammen 229 Websites abdecken, und stellte damit sicher, dass diese Anbieter die gesetzlichen Vorgaben einhalten, während die Marktdaten eine Kanalisierung von geschätzt 77 Prozent des Online-Glücksspiels in den regulierten Sektor zeigen.
Durchsetzung gegen illegale Angebote
Die GGL machte bis Ende 2025 insgesamt 1.843 illegale Websites unerreichbar und verzeichnete dabei einen deutlichen Anstieg der Verbotsverfahren, die von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 zunahmen, was auf eine intensivierte Kontrolle und schnellere Reaktionen auf neue Bedrohungen hinweist.

Forderung nach erweiterter Handlungsfähigkeit der Länder
Im Rahmen der laufenden Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags ruft die GGL die Bundesländer auf, mehr Flexibilität bei Entscheidungsprozessen zu gewähren und schnellere Befugnisse zu ermöglichen, um auf sich verändernde illegale Glücksspielangebote reagieren zu können, während die Behörde auf interne Aufsichtsdaten verweist, die diese Notwendigkeit unterstreichen.
Aktuelle Entwicklungen im Kontext der Vertragsprüfung
Die steigenden Verfahrenszahlen und die erreichte Marktabdeckung verdeutlichen, dass die GGL ihre Rolle als zentrale Aufsichtsbehörde weiter ausbaut, und die geforderte Anpassung der Länderkompetenzen zielt darauf ab, die Effizienz bei der Bekämpfung illegaler Angebote zu erhöhen, ohne die bestehenden Strukturen des Vertrags grundlegend zu verändern.
Fazit
Die vorgestellten Zahlen und Maßnahmen der GGL bis Ende 2025 zeigen eine kontinuierliche Ausweitung der Aufsichtstätigkeit, und die Forderung nach flexibleren Entscheidungswegen der Länder bleibt ein zentraler Punkt in der laufenden Vertragsprüfung, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll. Weitere Details zur Berichterstattung und ergänzende Informationen zu den Durchsetzungsstatistiken stehen in den verlinkten Quellen zur Verfügung.